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Wie funktioniert eine Umkehrosmoseanlage?

Bei einer Umkehrosmoseanlage handelt es sich im Grunde genommen um ein relativ kompliziertes System, das sich der in der Natur vorkommenden Osmose bedient. Wie der Begriff jedoch verrät, wird die Osmose umgekehrt. Vereinfacht dargestellt funktioniert eine Umkehrosmoseanlage wie folgt:

Wasser wird mit einem bestimmten Bardruck durch die Anlage gedrückt. Nur wenn der Mindestbardruck vorhanden ist, kann die Anlage überhaupt funktionieren. Ferner ist es wichtig, dass das Wasser nur in einer gewissen Geschwindigkeit hindurchfließt. Die Membrane stellt im Übrigen das Herzstück jeder Anlage dar. Durch die Membrane fließen nur die reinen Wassermoleküle und alle anderen Stoffe bleiben zurück. Bei diesen Stoffen handelt es sich um Pestizide, Pilze, Bakterien, Chlor, Eisen, Medikamentenrückstände und noch viel mehr. Insgesamt können Umkehrosmose-Anlagen mehr als Tausend Stoffe herausfiltern, die für den menschlichen Körper ungesund sind.

Um die Umkehrosmose-Anlage zu schützen, wird immer ein Vorfilter – in Form eines Aktivkohlefilters – vorgeschaltet. Dieser filtert bereits Chlor und zum Beispiel Eisen heraus. Diese Stoffe könnten die Membrane verstopfen und so zur Funktionslosigkeit führen. Je nach Modell werden in die Umkehrosmoseanlage noch mehrere Filter integriert, die von Stufe zu Stufe immer kleinere Poren aufweisen. Somit wird garantiert, dass am Schluss ein Wasser entsteht, das zu mindestens 97 Prozent reinstes Wasser ist. Generell kann die Aussage getroffen werden, dass das Wasser qualitativ hochwertiger wird, je mehr Stufen die Umkehrosmoseanlage besitzt.

Die Rückstände, die sich in der Membrane sammeln, müssen natürlich wieder ausgeschieden werden. Daher statten die Hersteller diese Anlagen mit einem Rückspülfilter aus, der von Zeit zu Zeit eingeschaltet werden muss. Damit werden alle Schadstoffe aus der Membrane entfernt und die Lebensdauer dieses kleinen Gerätes erhöht sich entschieden. Zudem muss das Abwasser aus der Anlage entfernt werden, ohne dass dieses mit dem reinen Wasser in Berührung kommt. Hierfür gibt es eine separate Leitung, die das Abwasser sofort aus den Umkehrosmoseanlagen entfernt. Viele Hersteller haben sich des Weiteren für einen zusätzlichen Aktivkohlefilter entschieden, der nachgeschaltet, also nach der Membran montiert wurde. Dieser Filter holt sozusagen den Rest aller Schadstoffe heraus.

Um ein breites Einsatzspektrum zu erzielen, gibt es verschiedene Anlagen in unterschiedlicher Größe und Leistung. Diese Umkehrosmose Anlagen können entweder direkt am Hauptwasseranschluss des Hauses angeschlossen werden oder gezielt mit einem Wasserhahn verbunden werden. In der Regel ist ein Stromanschluss vonnöten. Ebenfalls gibt es mobile, stromunabhängige Wasseraufbereitungsanlagen, die in einem Wohnmobil oder in einer Ferienwohnung genutzt werden können – abgesehen von den kleinen Anlagen für das Aquarium.