Skip to main content

Wie ist eine Umkehrosmoseanlage aufgebaut?

Obwohl es verschiedene Umkehrosmoseanlagen gibt, wird der Hauptteil dieses Wasseraufbereitungssystems stets gleich produziert: Das Herzstück stellt die Membrane dar und außen herum befindet sich eine größere oder kleinere Menge an Filtern. Je nach Anzahl der Filter werden die Umkehrosmose-Anlagen mit der Zusatzbezeichnung „5-stufig“ oder „7-stufig“ versehen. An dieser Zahl kann man erkennen, wie viele Filter in der Anlage verbaut wurden.

Vorfilter entnimmt grobe Verschmutzung

Der Vorfilter wird deshalb montiert, da dieser bereits groben Schmutz entnehmen kann. Dieser Schmutz könnte im schlimmsten Fall die Membrane verstopfen und so die gesamte Anlage lahm legen. Viele Hersteller verwenden als Vorfilter einen Aktivkohlefilter.

Nächster Schritt: Die Membrane in der Umkehrosmoseanlage

Nachdem das Wasser durch den ersten Filter geflossen ist, wird es durch die Membrane gedrückt. Hierbei können nur reinste Wasserteilchen durch die Membrane fließen, alle anderen Schadstoffe bleiben auf der anderen Seite. Je länger die Anlage arbeitet, umso mehr Schadstoffe lagern sich somit auf dieser Seite an. Klar ist, dass die Schadstoffe wieder entfernt werden müssen: Es fließt regelmäßig Wasser nach, das die Keime und Schadstoffe aufnimmt – das Abwasser ist entstanden. Anhand einer separaten Leitung wird das Abwasser nicht nur aus der Umkehrosmoseanlage, sondern auch aus dem Haus geleitet. Wie dies geschieht, hängt vom jeweiligen Modell ab. Es könnte sein, dass Sie den Rückspülfilter manuell betätigen müssen oder die Anlage erledigt dies von sich aus. Fakt ist, dass Sie bei vielen Umkehrmose-Anlagen aus diesem Grund einen Wasserhahn mit drei Anschlüssen/Leitungen benötigen.

Nachfilter verfeinern das Ergebnis

Eine Umkehrosmoseanlage besitzt mindestens einen Nachfilter, der die letzten Schadstoffe entfernt. Manchmal werden nach der Membrane mehr als nur ein Filter montiert. Hierbei verkleinern sich die Poren von Filter zu Filter. Der Grund liegt klar auf der Hand: Kleine Schadstoffe, die bei einem Filter durchrutschen, fließen beim nächsten Filter nicht mehr durch. Als letzter Filter wird immer ein Aktivkohlefilter eingesetzt, der auch Chlor und Kalk entfernt.

Alle Filter und die Membrane werden so montiert, dass das Wasser automatisch von einem Filter zum nächsten läuft – es kann keinen anderen Weg nehmen. Allerdings müssen die Filter nicht in einer Reihe geschaltet werden, sie können auch einen Kreis oder ein Dreieck bilden. Ferner ist der Anlage gleichgültig, ob das Wasser über eine Leitung hereinfließt oder per Hand aufgefüllt wird. Die Hersteller sorgen in diesem Fall durch besondere technische Details dafür, dass der Druck immer ausreichend groß ist, damit das Wasser durch die Membrane fließen kann.